Archiv für Mai 2009

Asus eeePC 1000H – aus der Sicht eines emaligen Netbookhassers

Mai 17, 2009

Als mitte 2007 der erste eeePC herauskam wusste ich nicht, was ich davon halten sollte – schön klein war er ja, aber irgendwie doch auch zu klein (und zu lahm). Kam mir doch eher wie ein Spielzeug vor. Dann kaufte ich mir nen MacBook Pro, ist ja mit 2.4 kg auch recht leicht. Dachte ich, bis ich mir für ein paar Fahrten, darunter die Klassenfahrt nach Berlin nen eee 1000H kaufte und diesen in der Hand hielt.

Asus eeePC 1000H. Was sonst?

Asus eeePC 1000H. Was sonst?

Von der Ausstattung her ist das Gerät ein typisches Netbook – Atom N270 mit 1.6 GHz, 1GB RAM, ein 10.2″ Bildschirm sowie eine 160GB Festplatte von Seagate, dazu 3 USB Ports, eine Webcam und ein VGA-Ausgang für externe Monitore/Beamer/was auch immer. Der Akku ist mit 6600 mAh bei 7.4V auch ganz in Ordnung – laut Asus reicht er für sieben Stunden Betrieb, in der Praxis darf man eher mit fünf Stunden mit mittlerer Helligkeit rechnen. Reicht ja auch fürs gröbste. Geliefert wurde der eee mit Windows XP Home Edition, was jedoch schnell einer Ubuntu (Netbook Remix)-Installation platz machen musste.

Die Verarbeitung ist erstklassig – Das Gehäuse ist aus sehr, sehr festem und hochwertigem Kunststoff gemacht. Freundlicherweise liefert Asus eine passende Neoprentacshe mit dem eee mit, in dieser sammelt der stark glänzende Bildschimdeckel kaum Kratzer oder Fingerabdrücke.

Bisher belächelte ich Netbooks wegen den winzigen Tastaturen und Bildschirmen und der etwas geringen Leistung, die Tastatur ist entgegen aller Erwartungen sogar recht gut sobald man sich eingeredet hat, dass Größe nicht alles ist. Dass die Bildschirmgröße klein ist ändert sich dagegen nicht – mit Ubuntu Netbook Remix und dem Firefox Addon „Stratini“ lässt es sich aber recht gut damit leben.

Der Home Screen von Ubuntu Netbook Remix

Der Home Screen von Ubuntu Netbook Remix

Die Leistung ist ganz Anständig, zumindest für alles was auf den Bildschirm passt. Statt Firefox empfehle ich jedoch Swiftfox – ein optimiertes Firefox, ohne dies ist GMail am eee unerträglich langsam.

Swiftfox mit Stratini. Und Pedobear.

Swiftfox mit Stratini. Und Pedobear.

Full HD-Videos will ich lieber gar nicht erst versuchen, 720p geht noch gerade so mit VLC, wenn auch mit gelegentlichen Aussetzern. Hat auch wenig Sinn, 720p ist größer als der Bildschirm …
GIMP macht auch nur wenig Spaß – die Leistung an sich reicht für alle kleinen bis mittelgroßen Filter, die Bildschirmgröße dagegen nur für winzige Bilder.

Die Stärke des Geräts ist es, es überall mitnehmen zu können ohne ein nennenswertes Gewicht zu tragen (und 1.45 kg sind für ein Netbook schon viel, bei der Konkurrenz gibt es noch einiges leichtere …) und überall mal schnell Fotos von der Kamera bunkern, schnell mal eben online gehen und chatten oder auf Zugfahrten Filme (von der Festplatte, nicht in HD) zu gucken. Für solche Sachen reicht die Leistung locker – und mit dem sehr hellen und matten Bildschirm und dem starken Akku macht das auch irgendwie Spaß.

Ein kurzes Wort zur Software: Fast alle Netbooks werden mit Windows XP geliefert – dieses ist bei mir nach wenigen Stunden mit Ubuntu ersetzt worden, was aber auch nicht das wahre ist: diese Systeme sind für normale Bildschirmgrößen gedacht und verschwenden viel zu viel Platz auf irgendwelche Leisten. Ubuntu Netbook Remix dagegn ist in dieser Hinsicht sehr durchdacht, der Fensterrahmen fällt bei maximierten Fenstern (was bei der Größe ohnehin der normalfall ist) weg. Außerdem ist es ein normales Ubuntu – was will man mehr :D ?

Fazit: Tolles (Zweit-)Gerät. Für große ernsthafte Arbeiten nimmt man doch etwas anderes, aber für die Zwecke für die Netbooks geschaffen wurden ist der eee 1000H aus meiner Sicht eines der besten Netbooks auf dem Markt, besondere Auszeichnungsmerkmale sind der starke Akku, die gute Tastatur, das Touchpad (Multitouch, Appls lässt grüßen) sowie der helle matte Bildschirm, der auch draußen sehr lesbar ist. Mit der 160GB Festplatte ist das Gerät zwar weniger schockresistent als die Netbooks mit SSD-Speicher, kann aber immerhin vernünftig viel (Musik? Filme?) speichern. Für mich war vor allem der Preis entscheidend – neu für 299€ inklusive Versand, bei einem ebay-Händler gekauft. Kann mich nicht beklagen, das Teil wird wohl öfter unterwegs mein MacBook Pro ablösen.

AC/DC live in München – ein etwas anderer Konzertbericht

Mai 17, 2009

Vorgestern, am Freitag den 15. Mai 2009 war AC/DC im Olympiastadion … und ich auch. Fast.

Um kurz nach sechs Uhr traf ich wie verabredet nen Kumpel, Mathis und noch nen Freund von ihm, Magnus vor dem BMW-Gebäude, anschließend zogen wir durch die Menschenmassen bis wir uns schließlich darauf einigten, uns auf den Besucherhügel zu hocken – mangels Karte oder anwesenden Kontakten kamen wir ja nicht in die Halle selbst.

Olympastadium in München  - Welch eine Aussicht

Olympastadium in München - Welch eine Aussicht

Die Abendzeitung berichtete über ein AC/DC Konzert im März, dass die Band ihre Fans lange warten ließ – und sie taten es wieder, erst um kurz nach neun hörte man die ersten Takte von „Rock’n'Roll Train“, vorher spielte die nordirische Band „The Answer“. Spektakulär klangen sie meiner Meinung nicht, liegt wohl daran, dass man vom Hügel aus wenig hörte und wir alle ungeduldig auf AC/DC warteten. Während dieser Zeit ging Magnus schon – ihm war es zu kalt. Mathis und ich gingen dann zum Hintereingang der Halle, um nen besseren (lauteren, wummerigeren) Sound zu hören, zudem konnte man hier die durchaus witzigen Versuche, die Sicherheitskräfte zu überlisten beobachten.

Vor den Toren des Olympiastadions

Vor den Toren des Olympiastadions

Als AC/DC dann spielte (wir hörten es nur, aber was solls, war auch so klasse) gab es keine großen Überraschungen – die Stückreihenfolge war exakt wie auf Wikipedia beschrieben. Besonders gut gefallen haben mir „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ und „The Jack“, wie zu erwarten war sang das gesamte Publikum bei so gut wie allen Stücken mit.

Nach etwa dem halben Konzert bot uns ein Mann der aus dem Stadion rauskam rote Armbänder an, diese markieren, dass man schonmal drin war und „nur mal schnell draußen“ war, aus welchem Grund auch immer. Hat aber wenig geholfen – beim Haupteingang sagte man uns, wir sollten zu dem Eingang, wo wir rausgegangen sind, und beim Hintereingang kannte man uns schon zu gut (Was zu erwarten war, immerhin standen wir mehr als eine Stunde davor). Immerhin kamen wir durch eine Reihe der Security – so gesehen war ich (fast) drin :D

Drecks Security, geiles Konzert. Das nächste mal würde ich mir sogar eine Karte kaufen, wenn sie nicht wieder im 80€-Preisbereich liegt.

Wirksame Bekämpfung von Kinderpornographie, mit Lego erklärt

Mai 8, 2009

Wow, der Typ hats irgendwie begriffen. Und das Video ist auch irgendwie nett gemacht :D